Nationalbank zurück ans Volk !

Brisant
Nationalbank zurück ans Volk !
Volksvermögen in fremden Händen
Publiziert von Hermann Lei
lic.jur. Hermann Lei ist Rechtsanwalt und SVP-Kantonsrat des Kantons Thurgau.
22.08.2025
Die Schweizerische Nationalbank ist ein Juwel -
doch formal gehört sie zwar dem Volk,
faktisch aber einer Handvoll Aktionären und
sogar einem Deutschen.
Es ist Zeit, diese
Schieflage zu korrigieren.
Vor über Hundert Jahren wurde die
Schweizerische Nationalbank (SNB) als
Mischbank gegründet -
ein Drittel in öffentlicher Hand,
ein Drittel den Gemeinden,
ein Drittel an Private.
Die Idee:
Das Volk sollte mitreden dürfen.
Verteilschlüssel stimmt nicht mehr
Dafür wurden hunderttausend Aktien geschaffen,
vierzig Prozent proportional an die Kantone verteilt.
Die Nationalbank ist heute eine schweizerische
Errungenschaft.
Sie funktioniert, weil sie
fachlich arbeitet und
politisch frei entscheiden kann.
Und das ist der Verfassungsauftrag:
Die Nationalbank wahrt Preisstabilität und ist dabei
unabhängig.
Doch der damalige
Verteilschlüssel stimmt heute nicht mehr.
Ein Deutscher als Grossaktionär der SNB
1907 war die Schweiz noch arm und froh um jeden,
der auswanderte.
Bern hatte 1907
600.000 Einwohner,
Zürich
400.000.
Heute ist es umgekehrt.
Trotzdem hält Bern
6.630 SNB-Aktien, Zürich gerade mal
5.233.
Dabei ist Zürich doppelt so gross.
Der Bund hält bis heute keine einzige Aktie.
Selbst viele Kantone sind kaum vertreten -
und auch zahlreiche Gemeinden haben ihre
Anteile längst abgestossen.
Stattdessen hält ein Deutscher,
Prof. Dr. Theo Siegert, rund
fünftausend SNB-Aktien -
fast so viele wie Zürich.
Nationalbank-Aktien in Schweizer Hand
Das Volksvermögen gehört zurück ins Land.
Diese Rückholung aus Deutschland würde etwa
fünfzig Millionen kosten -
wäre also günstiger als so manch
grünes Förderprogramm.
Wieso soll ein Deutscher unsere
Notenbank mitkontrollieren, wenn das
Volk ausgeschlossen ist?
Die marktkonforme Repatriierung wäre ein
überfälliger Akt nationaler Souveränität.
Andere Länder würden sich eine solche Schwäche
nie leisten.
Tranzparenzlücke schliessen
Die SNB hat heute nur
2.800 Aktionäre, davon
69 Gemeinden.
Und obwohl die SNB
143 Milliarden Eigenkapital hat - rund
1,4 Mio. pro Aktie,
wobei das Eigenkapital stark schwankt; die
Bilanz ist geldpolitisch, nicht anlagepolitisch
getrieben - ist der
Börsenwert winzig.
Die Aktie hat stark begrenzte Stimmrechte und
eine plafondierte Dividende; der
Marktwert ist entsprechend tief.
Selbst Kantone wie Thurgau oder Luzern
tauchen in der Bilanz kaum auf.
Was früher eine Volksaktie sein sollte,
ist heute ein Spekulationsobjekt für
Eingeweihte.
Norwegen macht es besser
Andere Länder machen es besser.
In Norwegen hat jeder Bürger über den
Staatsfond NBIM einen Anteil an den
Reserven,
rechenschaftspflichtig und transparent.
Klar: Der norwegische Staatsfonds ist politisch
verantworteter Vermögensaufbau aus
Rohstoff-Erträgen, die
SNB hingegen ist die Managerin des Frankens.
Aber von Norwegen können wir etwas abschauen:
Transparenz, klare Erzählung gegenüber der
Bevölkerung, robuste Governance - diese
Elemente lassen sich übernehmen, ohne die
Geldpolitik anzutasten.
Demokratische Nationalbank
Die Aktionärsstruktur der SNB ist historisch
gewachsen und rechtlich in Ordnung.
Symbolisch wirkt sie aber nicht glücklich.
Das schafft keinen Notfall, aber eine
Chance, die
Verbundenheit mit dem Souverän
sichtbarer zu machen.
Die Lösung liegt auf dem Tisch.
Das Aktienrecht erlaubt die
Stückelung bis auf einen Rappen.
Man könnte Millionen neuer
SNB-Aktien schaffen,
ohne das Kapital zu erhöhen.
Feinere Stückelung oder stimmrechtslose
Partizipationsscheine ermöglichen sichtbare
Teilhabe -
ohne geldpolitische Rechte.
Die Idee einer
demokratisch kontrollierten Nationalbank ist
keine Utopie - sie war einmal
schweizerische Staatsidee.
Drei konkrete, vorsichtige Vorschläge
1. Volksbeteiligung ohne Eingriff:
Prüfung einer feineren Stückelung der
SNB-Aktien oder stimmrechtslose
Partizipatiosscheine für
Bürgerinnen und Bürger. Symbolische
Teilhabe - strikt ohne geldpolitische Rechte.
2. Verteilerschlüssel sanft aktualisieren:
Der historische Schlüssel bildet die heutige
Schweiz nur bedingt ab.
Eine langfristige, behutsame Anpassung -
nur bei natürlichen Bewegungen
(Neuplatzierungen, Rückläufe), ohne
Enteignung und ohne Eile -
verankert die Kantone zeitgemäss.
3. Nationalbank-Aktien in Schweizer Hand:
Ausländische Privatanteile freiwillig und
marktkonform repatriieren - prioritär an
Bürger, Kantone, inländische Institutionen.
Kein Druck, keine Enteignung, keine Rabatte.
Geldpolitik bleibt tabu.
Am Ende zählt nur eines: eine strikt unabhängige
Nationalbank - frei von politischem Druck aus
Regierung, Parlament und Stimmbürgern wie auch von
Lobbyisten - die ihren Auftrag als Managerin des
Schweizerfrankens
professionell, ruhig und unbeirrt erfüllt.
https://www.sachdokumentation.ch/bestand/ds/5330
Zur Verfügung gestellt vom Schweizerischen Sozialarchiv,
Zürich: SozArch Sachdokumentation DS 5330
Schweizerzeit: Nationalbank zurück ans Volk! 2025-08-22. URL:
https://schweizerzeit.ch/wp-content/uploads/2025/08/250822-Brisant-HL.pdf
(Stand: 2025-08-25).
Das Schweizerische Sozialarchiv ist eine Dokumentationsstelle für
Schriftstücke von nationaler
gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Bedeutung.
https://schweizerzeit.ch/wp-content/uploads/2025/08/250822-Brisant-HL.pdf
https://schweizerzeit.ch/nationalbank-zurueck-ans-volk/
Anmerkung
Schweizerische Nationalbank
Börsennotiert
Ein Schweizerisches Juwel
Ein hoher Wert und ein WINZIGER Börsenwert.
Nur wenige Aktien und nun Volksbeteiligung.